Klimafolgen für die Emscher-Lippe-Region
Klimaszenarien prognostizieren für Deutschland neben nassen und mäßig kalten Wintern insbesondere heißere und trockene Sommer mit wiederkehrenden Starkregenereignissen. Allerdings ist zurzeit noch nicht bekannt, wann und in welchem Ausmaß die möglichen Auswirkungen des Klimawandels eintreten werden.
Für die Emscher-Lippe-Region wird eine Zunahme der mittleren Jahrestemperatur von +2°C bis zu +3,5°C bis zum Ende des Jahrhunderts erwartet. Bei der mittleren Jahresniederschlagssumme wird mit keinen signifikanten Änderungen gerechnet (+5 %), jedoch mit einer weit weniger einheitlichen Verteilung und einer wesentlichen Verschiebung der Niederschläge vom Sommer in den Winter.
Diese Klimaentwicklungen werden sich spürbar auf den regionalen Wasserhaushalt und damit auf die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen der Menschen, auf Sicherheit, Qualität und Kosten der Ver- und Entsorgung auswirken. Auch die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Region wird von diesen Veränderungen beeinflusst werden.
Ländliche Kultur- und Naturräume im Lippeverbandsgebiet werden davon genauso betroffen sein wie dicht besiedelte städtische Gebiete in der Emscherregion (z.B. durch erhöhtes Hochwasserrisiko in urbanen Räumen, konkurrierende Nutzung regionaler Wasserressourcen, erhöhten (Trink-) Wasserverbrauch, sich verschlechternde Rohwasserqualitäten, Gesundheitsrisiken u.v.m.).
Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet)

