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Session 5: Grundwasserbewirtschaftung urban und ländlich - Welchen Bedarf hat die Region?

  • 10.11.2011
  • Michael Denneborg, Paul Wermter

Es wurden zwei Teilgebiete vorgestellt, in denen unterschiedliche Ausgangs-situationen herschen.
Im urban geprägten Raum des Emschergebietes führen die Klima-veränderungen in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Sanierung undichter Abwassersysteme und Regenwasserversickerung in nassen Jahren eher zu steigenden Grundwasserständen mit Risiken für die Infrastruktur.

Im ländlich geprägten Lippegebiet können steigende Grundwasserentnahmen in trockenen Jahren (z.B. durch eine intensive Bewässerung in der Landwirtschaft) zu sinkenden Grundwasserständen und Gewässerabflüssen und damit zu Nutzungskonflikten führen.

Was haben Sie herausbekommen (Emschergebiet)?

Die generellen Trends der regionalen und zeitlichen Entwicklung der Niederschläge und der Grundwasserneubildung (Jahres- und Monatssummen) in der nahen und der fernen Zukunft zeigen eine Zunahme der Niederschläge und Grundwasserneubildung - vor allem im Winterhalbjahr - bis zu 40 mm; d.h. ca. 5 bis 10 %. Regional liegen die Zunahmen vor allem nördlich der Emscher. Das kann auf ca. 134 km2 zu steigenden Grundwasserständen und Schäden für die Infrastruktur (v.a. Keller) führen.

Die grundsätzlichen Maßnahmen zur Regulierung des Grundwasserstandes und die Möglichkeiten zur Verwendung des geförderten Grundwassers wurden gezeigt.
 

Was haben Sie herausbekommen (Lippegebiet)?

Für den ländlichen Raum des südlichen Münsterlandes zeigt sich in Abhängigkeit der Wassernutzungen ein gänzlich anderes Bild. Das südliche Münsterland ist landwirtschaftlich geprägt. Die vergangenen zwei Jahre 2010 und 2011 waren durch ausgeprägte Frühjahrs- bzw. Frühsommertrockenheiten von mehreren Wochen Dauer geprägt. Defizite im Dargebot überlagern sich im Kernuntersuchungsgebiet zwischen Dorsten, Marl und Haltern am See mit dem Bedarfsmaximum der Wassernutzer. Dies führte schon heute zur Wasserknappheit.
 

Was ist der Nutzen Ihres Ergebnisses (Lippegebiet)?

Die Wasserakteure der Region nehmen den dynaklim-Ergebnisbereich „Konkurrierende Wassernutzungen“ als Plattform zur Diskussion der Mengenbewirtschaftung an und bringen sich aktiv in die Diskussionen ein. Angeregt durch dynaklim engagiert sich beispielsweise die Bezirksregierung Münster nicht nur mit Datenlieferungen an Arbeitsgruppensitzungen, sondern haben eigene Arbeitsgruppen in der Region initiiert. Die Akteure einer klar abgrenzbaren Region haben von sich aus die Notwendigkeit zur Anpassung erkannt und entwickeln gemeinsam ein Instrument zur Mengen- und Gütebewirtschaftung.
 

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Ansprechpartner/in

Dr. Michael Denneborg

ahu Wasser Boden Geomatik AG

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Aachen

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Tel. +49 (0)241 900011-44
 
 

Ansprechpartner/in

Paul Wermter

Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) e.V. a.d. RWTH Aachen

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Aachen

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Tel. +49 (0)241 8026819